Pfadfinderlager im digitalen Zeitalter – Innovatives Konzept der Matthäus-Pfadfinder für traditionelles Pfingstlager

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Traditionell ist das Pfingstwochenende einem großen Pfadfinder-Lager gewidmet. Doch auch die Jugendarbeit des Verbandes Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) ist von der Corona-Pandemie betroffen.
Schon seit Wochen finden keine Gruppenstunden mehr statt. Alle geplanten Fahrten und Lager mussten abgesagt werden und somit auch das Pfingstlager. Die Stämme aus Ibbenbüren, Hörstel, Recke, Westerkappeln, Velpe, Münster und Bocholt, die zusammen die Arbeitsgemeinschaft Nord bilden, haben sich deshalb etwas ganz Besonderes für ihre Gruppenkinder einfallen lassen:

„Wir bringen das Pfingstlager buchstäblich zu den Kindern nach Hause“, so Lotta Kuhn und Marius Baar einstimmig, die den VCP Stamm Arbalo an der Ibbenbürener Matthäusgemeinde leiten.
Bastelarbeiten, Spielideen und Rätselaufgaben wurden für jedes Kind in eine Kiste gepackt und zu den Kindern geliefert.

Begleitet wird all das von einer extra eingerichteten Homepage. Eigens gedrehte Kurzfilme erzählen die Lagergeschichte. Außerdem gibt es interaktive Wettbewerbe und einen Pfingstgottesdienst, der zu jedem Lager dazugehört. Den Höhepunkt findet das „Lager“ im traditionellen Geländespiel am Sonntag. Mittels einer App können die Kinder mitsamt ihrer Familien entlang einer Route verschiedene Stationen mit spannenden Aufgaben bewältigen.

Alles in allem kann auf diese Weise ein nie dagewesenes Pfingstlager für über 160 Kinder und Jugendliche aus ganz Nord-Westfalen stattfinden.
Das Konzept der Arbeitsgemeinschaft Nord fand so viel Anklang, dass es auch für alle anderen Pfadfinderinnen und Pfadfinder des VCP in ganz Westfalen zur Verfügung gestellt wurde. Online ist es unter www.ag-nord.de erreichbar. Unterstützt wird diese außergewöhnliche Aktion von den Kirchenkreisen Tecklenburg, Münster und Steinfurt-Coesfeld-Borken.

Auf dem Foto: Die Stammesleitung des VCP Ibbenbüren, Lotta Kuhn und Marius Baar.

Dankbar sein für 75 Jahre Frieden

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Am 8. Mai vor 75 Jahren endete der Zweite Weltkrieg. Die Organisatoren der Aktion „Schweigen für den Frieden“, Ingeborg Paul und Josef Bendfeld, hatten zur Erinnerung an das Ende der Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten dazu aufgerufen, am Friedensbaum auf dem Klemens-Niermann-Platz Texte, Bilder, Gedanken oder Fotos mit persönlichen Botschaften anzubringen. Es sei heute wichtig, wieder über Patriotismus und Nationalstolz nachzudenken, betonte Ingeborg Paul. Nicht nur in Amerika dächten viele Menschen, vor allem Regierungsvertreter, nur an eigene Interessen. Zudem verstärkten sich Stimmungsmache gegen Flüchtlinge und antisemitische Tendenzen. Vor 75 Jahren war Versöhnung zwischen den Völkern möglich, heute scheint sie wieder gefährdet.

Was Krieg bedeutet, erfahren Flüchtlingsbetreuer von ihren Schützlingen: Eltern ohne Kinder auf der Flucht, getrennte Familien, Albträume, schwer traumatisierte Menschen, bewaffnete Konflikte, die unendliches Leid bedeuten. Auch in ihren Herkunftsländern wie Iran, Syrien, Palästina oder Afghanistan grassiert die Corona-Pandemie, der die Bewohner schutzlos ausgeliefert sind. Mit der Aktion auf dem Klemens-Niermann-Platz wollten die Organisatoren ein Zeichen setzen für Frieden, Freiheit und Solidarität in unserem Land. Der Friedensbaum, eine Kastanie, wurde als Zeichen der Verbundenheit 2014 von Vertretern der türkischen Ditib-Gemeinde, der katholischen und evangelischen Gemeinden sowie vom damaligen Bürgermeister Heinz Steingröver aufgestellt.

Das Ordnungsamt der Stadt Ibbenbüren hatte allerdings noch am 8. Mai verfügt, dass die Wäscheleine mit den schon vorhandenen Texten und Bildern ein Sicherheitsrisiko darstelle und deren Entfernung gefordert. Nun ist das Dokument d es Friedenswillens vieler Bürger an der Treppe der Alten Schule auf dem Kirchplatz angebracht. Dort befindet sich der Eingang zum „Café International“ – ein beliebter Treffpunkt für Flüchtlinge und ihre Freunde.

 

 

Aktuelle Entscheidungen im Rahmen von Corona

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Zusammenfassung der Entscheidungen
Aktueller Stand: Montag, 16. März – 19.00h

Die Christuskirche und die Matthäuskirche sind täglich von 9.00 bis 19.00 Uhr für persönliche Andacht und Gebet geöffnet. Die Hygieneregeln sind zu beachten. 

Es finden in der Ev. Kirchengemeinde keine Gottesdienste statt. 

Taufen und Trauungen (zunächst bis Ende April) werden verschoben. Nottaufen (z.B. in seelsorglichen Notsituationen bei Lebensgefahr des Kindes oder eines Elternteils) bleiben möglich, bedürfen aber der Rücksprache und Genehmigung des Superintendenten. Neuanmeldungen von Taufen und Trauungen können erst dann erfolgen, wenn die Lage sich entspannt hat. Ebenfalls Neuterminierungen von verschobenen Taufen und Trauungen.

Beerdigungen können im kleinsten Familienkreis als kurze Trauerfeier im Freien am Grab gestaltet werden.
Das Trauergespräch wird in diesen Zeiten telefonisch erfolgen müssen. 

Alle Gemeindehäuser sind geschlossen.
Alle Veranstaltungen sowie Versammlungen werden abgesagt.

Die Gemeindebüros sind weiterhin zu den üblichen Öffnungszeiten per eMail und telefonisch erreichbar. Die Ev. Kirchengemeinde bittet dringend darum, alles, was telefonisch oder per E-Mail erledigt werden kann, auch auf diesem Weg zu erledigen. 

Ihre Pfarrerinnen und Pfarrer sowie alle hauptamtlichen Mitarbeitenden sind über die bekannten Telefonnummern oder über ihre e-Mailadressen erreichbar. 

 

 

 

Wunschlos glücklich sein

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Unter dem Motto „Da mach’ste dir kein Bild von“ hatte die evangelische Kirchengemeinde am 8. März zum Zentralgottesdienst in die Matthäuskirche eingeladen. Pfarrer Reinhard Lohmeyer, Mitglieder des Kuratoriums Haus Ibbenbüren, des Presbyteriums sowie des Rabatz-Theaters hatten den Gottesdienst vorbereitet. Die musikalische Gestaltung übernahmen das Akkordeonorchester Ibbenbüren unter Leitung von Ilse Saatkamp sowie Annemarie Bröcker an der Orgel.
Das Gebot „Du sollst Dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen“ diente Reinhard Lohmeyer als Überleitung zu dem Thema des Gottesdienstes. Viele Gemeindemitglieder hätten Bilder von wunderbaren Erlebnissen auf der Insel Wangerooge und Haus Ibbenbüren im Kopf – von Himmel und Wasser, der Wirklichkeit und Gott, so der Pfarrer. „Bilder erfreuen das Herz und öffnen es immer neu für Gottes Nähe“, sagte er. Mit dem Eingangspsalm „Wunschlos glücklich sein, nichts anderes ersehnen als dies: still dasitzen unter blauem Himmel, das Gesicht der Sonne zugewandt“ stimmte sich die Gemeinde auf die kommende Stunde ein. Zu der sommerlich-fröhlichen Stimmung trugen die Seemanns- und Gemeindelieder bei, die Erinnerungen an unbeschwerte Ferientage oder Vorfreude weckten.

Ganz reale Bilder mit eindrucksvollen Texten von Reinhard Lohmeyer präsentierten Mitglieder des Kuratoriums Haus Ibbenbüren, des Presbyteriums, sowie des Rabatz-Theaters. Die Titel „Leben in Fülle“ (Siegfried Walter), „Sprung in den Himmel“ (Klaus-Peter Künnemeyer), „Macker mit Rad“ (Robert Rickert), „Dünengeheimnisse“ (Cornelia Praetorius), „Betreten erlaubt“ (Uwe Kropf) oder „ Einer ist meiner“ (Svea Böttcher) spiegelten die Vielfalt des Lebens auf der Insel wider und sorgten für schmunzelnde Gesichter. In einer „Amerikanischen Versteigerung“ fand das Foto „Käse – oder „Einer ist meiner“ eine neue Besitzerin. 315 Euro landeten dafür im Klingelbeutel. Klaus-Peter Künnemeyer, der Vorsitzende des Kuratoriums, wurde mit Raritäten-Geschenken und guten Wünschen aus dem Gremium verabschiedet sowie zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Reinhard Lohmeyer überreichte für das Haus Ibbenbüren einen Scheck über 19.146 Euro von der Stiftung Ev. Kirche in Ibbenbüren.  Ein maritimes Medley beendete den Gottesdienst und machte Lust auf einen Besuch am Meer – natürlich auf der schönen Nordseeinsel Wangerooge!
Bildunterschrift:
Großes Engagement zahlreicher Gemeindemitglieder für das Gedeihen von Haus Ibbenbüren und einen begeisternden Gottesdienst.

Solidarität mit Frauen in Simbabwe am Weltgebetstag

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Simbabwe ist ein Land voller Widersprüche: die Schönheit von Landschaft, Natur, Kunst und Kultur wird überschattet von gesellschaftlichen Problemen, die den Menschen oft jeden Lebensmut nehmen. Von großer Armut sind vor allem Frauen und Kinder betroffen. Das Gesamtbild des Landes im Südosten Afrikas haben die Frauen des Weltgebetstagskomitees in vielen Facetten beleuchtet und damit auf ihre Lebensverhältnisse aufmerksam gemacht.
Am 6. März hatten Frauen der katholischen Gemeinde St. Modestus und der evangelischen Markus-Gemeinde in das Pfarrheim St. Modestus nach Dörenthe eingeladen. Die etwa 30 Teilnehmerinnen wurden mit einer Fotopräsentation und Länderinformationen auf den Gottesdienst eingestimmt. Hierbei erfuhren sie alles Wichtige über Politik, Natur, Kunst und Kultur. In den Gottesdiensten geht es in Afrika meist sehr fröhlich zu. Dies hatte sich auch das ökumenische Organisationsteam in Dörenthe zu Herzen genommen. In der Feier wechselten sich berührende Elemente mit Musik, Gesang und Bewegung ab.
In der Pause wurde selbst gekochte Kürbissuppe mit Brot gereicht, um auch dem Gaumen ein authentisches Gefühl von Afrika zu vermitteln. Für die Augen gab es ebenfalls eine Menge zu entdecken. Auf Tüchern in den Landesfarben waren Beispiele der reichen Tier- und Pflanzenwelt, Skulpturen, eine Matte, Hirse als Grundnahrungsmittel oder typische Musikinstrumente arrangiert. Und natürlich Ziegelsteine, denn der Name des Landes bedeutet „Haus aus Stein“. Mit der Kollekte werden weltweit Projekte unterstützt, die Frauen und Kinder stärken.
Bildunterschrift: Ein ökumenisches Team führte durch den Gottesdienst.

Altes Handy – Neues Leben

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Auch im vergangenen Jahr hat es in vielen Familien Mobiltelefone als Weihnachtsgeschenk gegeben. Vielleicht hätte es das alte Gerät noch ein paar Monate getan. Aber die junge Generation kann gar nicht schnell genug das Neueste vom Neuen bekommen – und auch Erwachsene fallen gerne auf die Lust erweckenden Methoden der Werbung herein. Das alte Handy wandert in die Schublade.
An dieser Stelle kommt Pastor Dr. Jean-Gottfried Mutombo ins Spiel. Er ist Pfarrer in der Evangelische Kirche von Westfalen und regelmäßig Gast in unserer Region. Er kommt aus dem Kongo in Afrika, hat dort und in der Schweiz Theologie studiert.
Er weiß, was für eine Last unser Wunsch nach neuen Handys für die Menschen in seiner Heimat ist. Mobiltelefone enthalten wertvolle Rohstoffe. Sie werden in Sklavenarbeit gewonnen. Die Natur wird dabei zerstört.

„Die Akkus der Handys werden mit Coltan aus dem Kongo Betrieben“

berichtet Mutombo. Das Coltan steckt in unseren Handys. Die hohe Nachfrage hat ihren Preis: vor allem im Ostkongo kämpfen Rebellen und Soldaten seit Jahren um die Kontrolle über die Rohstoffe. Allein 40.000 Kinder arbeiten in Minen, um diesen Rohstoff zu produzieren. Aus diesem Grund Sammeln Menschen in NRW alte Handys ein. Die wertvolle Stoffe, die in alten Handys stecken, können wieder genutzt werden. Das ist sparsam und nachhaltig. Das schont die Umwelt und die Menschen. Außerdem kommt bei dieser Aktion auch etwas Geld zusammen: ein einzelnes Dino-Handy ist nicht viel wert:

Die Menge macht’s!

Zusammen mit der Aktion Brot für die Welt wird mit dem Geld in der kriegsgebeutelten Region Frieden gestiftet. Kinder und Jugendliche, die als Kindersoldaten missbraucht wurden, erlernen ein Handwerk. Ein Ausbildungszentrum der Baptisten in Bukavu im Osten der Republik Kongo unterstützt ehemalige Kindersoldaten, damit sie einen Weg zurück in das zivile Leben finden. Die Jugendlichen erhalten eine Ausbildung und Qualifizierung, unter anderem im Bau von Gitarren, sowie eine therapeutische Begleitung.

Also: ihr altes Handy kann Gutes tun!

Ab Februar stehen im Matthäusheim und im Matthäus-Kindergarten Sammelboxen für alte Handys. Schauen Sie in ihrer Schublade! In Deutschland gibt es derzeit 124 Millionen ungenutzte Mobil Telefon.

 
Weitere Infos:
 

Frauen aller Konfessionen laden ein zum Gottesdienst

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Die Gottesdienstordnung für den Weltgebetstag am 6. März unter dem Motto „Steh auf und geh!“ haben in diesem Jahr Frauen aus Simbabwe geschrieben. In einer Vorbereitungswerkstatt im Gemeindehaus „Blick.punkt“ der evangelischen Kirchengemeinde Ibbenbüren haben etwa 120 Teilnehmerinnen an zwei Tagen das Land im Südosten Afrikas gründlich kennengelernt. Ein ökumenisches Team hat dafür interessante Spielszenen, Lieder und Informationen gesammelt. Sie zeichneten ein lebendiges Bild von landschaftlicher Schönheit, Kunst und Kultur ebenso wie von Machtmissbrauch, wirtschaftlichen Problemen, sozialen Katastrophen und fehlender Bildung. In den Vordergrund gerückt wurde insbesondere die Situation der Frauen und Mädchen.

Barbara Schäffer aus Saerbeck berichtete über regelmäßige Besuche in Simbabwe, die der evangelische Kirchenkreis Steinfurt/Coesfeld/Borken organisiert. Dort geht es in den Gottesdiensten fröhlich zu, Musik und Gesang spielen eine große Rolle. Damit sich diese Form auch im Tecklenburger Land verbreitet, übten die Frauen mit Klavierbegleitung durch Gudrun Schwager Lieder ein.

Für die Kaffeepause hatten die Frauen des Vorbereitungskomitees typischen Kuchen mit Baobab-Mehl gebacken, am Donnerstag wurde Kürbissuppe aufgetischt. In Briefen erzählten Frauen mit sehr persönlichen Worten von ihren Sorgen und Nöten. Pastorin Claudia Raneberg leitete Bibelgespräch und Auslegung. Das Treffen vermittelte viele Anregungen zur ermunternden Gestaltung des Weltgebetstages am 6. März in den Gemeinden.

Bildunterschrift:

Das ökumenische Team des Kreises Steinfurt hat die Werkstatt für den Weltgebetstag vorbereitet.

 

Kinder, Jugendliche und Kirche, das passt!

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Die Evangelische Kirchengemeinde Ibbenbüren unterbreitet seit vielen Jahren der jungen Generation ein breites Spektrum kultureller und sportlicher Angebote. In Regie des Fachausschusses Kinder- und Jugendarbeit ist ein Flyer entstanden, der beispielsweise über die „Rabatz-Theaterwerkstatt “, die Evangelische Singschule, den Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder, Offene Treffpunkte, Projekte, Workshops oder Freizeiten informiert. In Ibbenbürener Ortsteilen, Zeltlagern, Tagungshäusern, Jugendbildungsstätten oder auf Nordseeinseln können Kinder und Jugendliche unter professioneller Anleitung von pädagogischen Fachkräften sinnvolle und aufregende Erfahrungen machen.

Der Flyer liegt in allen Kirchen und Gemeindehäusern aus und wird in den Grundschulen verteilt. Außerdem ist er auch online einsehbar. Das Faltblatt enthält Kontaktdaten von Ansprechpersonen, die weitere Auskünfte geben. Eltern können sich informieren, wo für ihren Nachwuchs spannende Aktionen möglich sind. Zahlreiche Fotos aus der Praxis dokumentieren die Vielfältigkeit. Dabei sind die Interessengebiete weit gefächert. Sie umfassen Ferienfreizeiten, Kreativprojekte, freies Spiel, Chöre, Gitarrengruppen, Theaterwerkstatt, Konfirmandenarbeit, Pfadfindertreffen und vieles mehr. Davon profitieren können alle Kinder und Jugendlichen, ohne Blick auf Konfessions- oder Religionszugehörigkeit. Aktuell nehmen rund 800 Jugendliche die Angebote der Ev. Kirchengemeinde wöchentlich wahr. Hinzu kommen die Teilnehmer an Aktionen, Projekten, Freizeiten.

Nach der Bestandsaufnahme in allen Pfarrbezirken durch das Team des Fachausschusses wurde deutlich, dass die Teilnehmer sich nicht an regionalen Gegebenheiten orientieren, sondern an ihren Neigungen und Fähigkeiten. Daher ist es den Verantwortlichen wichtig, auf die Offenheit aller Angebote für alle Kinder- und Jugendliche aus allen Ortsteilen hinzuweisen. „Wer Lust hat auf gemeinsame Freizeitgestaltung, kann zu uns kommen“, betonte Sozialpädagoge Jürgen Hecker.

Bildunterschrift:

Auch das Team der Verantwortlichen ist Spiel und Spaß nicht abgeneigt: (v.l.) Udo Schmidt-Albrecht, Robert Rickert, Reinhard Lohmeyer, Jürgen Hecker, Christian Schauerte und Sarah Kleine-Katthöfer.

Flyer Kinder- und Jugendarbeit der Ev. Kirchengemeinde Ibbenbüren

Vortrag über Arbeitsmigration und moderne Lohnsklaverei

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Die Situation von Leiharbeitern war am 23. Januar Thema eines Vortrags- und Diskussionsabends in der Alten Schule. Im Rahmen der Evangelischen Erwachsenenbildung und in Kooperation mit dem ökumenischen Netzwerk Asyl der Christus- und Ludwiggemeinde beleuchtete Peter Kossen, leitender Pfarrer der katholischen Kirchengemeinde Seliger Niels Stensen aus Lengerich, Ladbergen, Lienen und Tecklenburg, verschiedene Facetten von Arbeitsmigration. Vor allem EU-Bürger aus Rumänien und Bulgarien würden Opfer von Menschenhandel. Statt gerecht bezahlte Arbeit in deutschen Firmen zu finden, gerieten sie in die Fänge dubioser Leiharbeitsfirmen oder Subunternehmer. Sie würden in der Fleischindustrie, Pflege, Landwirtschaft, Logistikbranche oder auf dem Bau ausgebeutet.

Unerträgliche Arbeitsverhältnisse, vergammelte, überteuerte Sammelunterkünfte, Strafgelder, psychischer Druck, unbezahlte Überstunden, fehlende soziale Absicherung, hohe Unfallgefahr und mangelnde Regenerationsmöglichkeiten führten bei den Menschen schon in jungen Jahren zu starken Abnutzungserscheinungen, beklagen Ärzte. Weil damit auf anderer Seite viel Geld zu verdienen ist, werde getrickst und geltendes Recht ausgehebelt, betonte Kossen.

Die hässlichste Seite dieser Form von Sklaverei sei die Zwangsprostitution, bei der schon minderjährige Mädchen mit Gewalt und Drogen gefügig gemacht würden. „Menschen werden angemietet, verschlissen und dann entsorgt“, so das bittere Fazit. Ihnen schlügen zudem Verachtung und Diskriminierung entgegen. „Wegwerfmenschen“ nennt sie der Pfarrer. “In der Gesellschaft ist das Bewusstsein verlorengegangen, dass dies keine legitimen Beschäftigungsverhältnisse sind“, erklärte Pfarrer Kossen. Er forderte die Einhaltung elementarer Menschenrechte und einen Systemwechsel.

Die Kirchen seien ebenfalls in der Pflicht, bei eigenen Beschäftigungsverhältnissen genauer hinzuschauen, fair einzukaufen und tarifliche Vereinbarungen einzuhalten. In Lengerich haben sich engagierte Bürger in dem überregional tätigen Verein „Aktion Würde und Gerechtigkeit“ zusammengeschlossen. Das Netzwerk will den Rechtsweg für Arbeitsmigranten leichter zugänglich machen und deren oft menschenunwürdige Lebens- und Arbeitssituation verbessern, lautet das erklärte Ziel des Bündnisses. Die Teilnehmer der Runde in Ibbenbüren waren sich einig, dass es nötig sei, Bürger, Unternehmen, Politiker und Kirchenvertreter für die Problematik zu sensibilisieren und stärker auf Veränderungen der menschenverachtenden Gegebenheiten zu drängen.

Bildunterschrift:                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                   Pfarrer Peter Kossen (2.v.l.) hielt einen aufrüttelnden Vortrag über die Situation von Arbeitsmigranten. Die Organisatorinnen Ingeborg Paul vom Arbeitskreis Asyl (li.) und Adelheidd Zühlsdorf-Maeder begrüßten die Gäste.

 

Akkordeon-Orchester in der Matthäuskirche – Musik zum 3. Advent

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Am 15.12.2019, 10.15 Uhr, lädt die Matthäusgemeinde zum nun schon fast traditionellen Gottesdienst mit dem Akkordeon-Orchester Ibbenbüren ein.

Die Matthäuskirche in Bockraden mit ihrer oft gelobten Akustik eignet sich hervorragend für ein großes Orchester. „Es ist jedes Jahr eine Freude, wenn die bekannten Melodien auf vielen Akkordeons in unserer Kirche erklingen.“, freut sich Pfarrer Andreas Finke auf die außergewöhnliche Gottesdienstgestaltung. Neben adventlicher Musik werden passend zur Jahreszeit stimmungsvolle Balladen präsentiert.

Die Arrangements für die unterschiedlich großen Instrumente lassen einen besinnlichen, warmen Klang entstehen, der durch die rhythmische Begleitung eine fröhliche Stimmung erzeugt. Die Gäste dürfen sich auf einen besonderen musikalischen Gottesdienst freuen.