Gottesdienst zum Weltgebetstag in der Christuskirche Ibbenbüren

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 „Zukunftsplan: Hoffnung“ lautet in diesem Jahr der offizielle deutsche Titel für die Gottesdienste zum Weltgebetstag, Die Liturgie hatten Frauen aus England, Wales und Nordirland geschrieben. Sie stellten Frauenleben in wichtigen Facetten des Alltags und der Religiosität dar. Hoffnung und Frieden waren die Schlüsselwörter in Liedern, Gebeten und Meditationen.

Ein Team von Christinnen der evangelischen Gemeinden Christus und Paulus sowie der katholischen Gemeinden St. Mauritius, St. Ludwig und St. Johannes Bosco in Ibbenbüren verliehen aus aktuellem Anlass ihrer Fassungslosigkeit angesichts des Krieges in Osteuropa, aber auch ihrer Zuversicht Ausdruck.

Auch die Frauen von der britischen Insel hatten ein zusätzliches Gebet geschickt, in dem sie ihrem Glauben Ausdruck verliehen, dass Versöhnung Hass entwaffnet, Frieden Krieg besiegt und Hoffnung Verzweiflung überwindet. Der Altar war „very british“ geschmückt. Christian Schauerte begleitete auf dem Klavier die ausgewählten Lieder, in denen Gottes Werke gepriesen, aber auch die Zerbrechlichkeit der Weltordnung angesprochen wurden. Der Liedruf „So leuchtet ein Hoffnungslicht“, verbunden mit dem Anzünden der Kerzen, war ein wiederkehrendes, sehr eindrucksvolles Bekenntnis zu Frieden und Verständigung zwischen allen Völkern der Erde.

Die Bibellesung hatte der Vorbereitungskreis dem Geschehen in der Ukraine angepasst. So wurde aus den Worten des Alten Testaments, dem Buch Jeremia, eine Hoffnungsgeschichte für die Menschen im Jahr 2022. Die etwa 100 Zuhörerinnen und Zuhörer erfuhren durch die Geschichten dreier Frauen etwas über Ängste, Armut und Alleinsein. Durch die Hinwendung zu Gott erfuhren Lina, Emily und Natalie neue Freude und blickten optimistischer in die Zukunft. Das Vaterunser wurde in englischer und deutscher Sprache gebetet.

Da ein Austausch bei Kaffee und Tee noch nicht wieder möglich war, durften die Besucher Tüten für eine gemütliche Stunde mit nach Hause nehmen. Die Kollekte unterstützt unter anderem zwei Projekte in Pakistan und Ghana, die Frauen Zukunftsperspektiven eröffnen und sie vor Gewalt schützen.  

Bildunterschrift:

Ein ökumenischer Arbeitskreis hatte den beeindruckenden Gottesdienst zum Weltgebetstag vorbereitet.

Träume von einem kleinen Paradies für Mensch und Tier

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Die Evangelische Kirchengemeinde hatte am 27. Februar 2022 zu einem Ideenfindungsprozess für die Neugestaltung des Gartens rund um die Johanneskirche in Ibbenbüren-Laggenbeck eigeladen. Damit der Traum von einem Gartenparadies Wirklichkeit werden kann, trafen sich Gemeindemitglieder bei einer Tasse Kaffee zu einem Rundgang um die Kirche. Garten- und Landschaftsplanerin Christina Stoffers aus Petershagen erläuterte erste Ideen. „Die Stiftung Evangelische Kirche wird das Projekt mit einer kräftigen Starthilfe unterstützen“, erklärte Pfarrer Reinhard Lohmeyer. Es sei wichtig, die Zuversicht nicht zu verlieren, Bewegung zu schaffen und in schwierigen Zeiten neue Möglichkeiten aufzuzeigen.

Wieder zurück in der Kirche begann ein munterer Gedankenaustausch, bei dem Judith Schäfer viele Ideen auf „Samenkörner-Zettel“ notieren durfte. Daraus werden später in einladender Atmosphäre bunte Blumen sprießen, die das Auge erfreuen – und Nahrung für Insekten bieten. Kleine Oasen wären ein Bibel- oder Sinnesgarten, kombiniert mit einer duftenden Kräuterspirale und einem Barfußweg. Tiere fänden in einer Trockenmauer und einem Totholzhaufen geeigneten Lebensraum. In einer ruhigen Ecke könnte ein Kinderspielplatz mit Schaukel und Sandkasten entstehen. An mehreren Stellen sollen Orte geschaffen werden für Gottesdienste, Taufen, Konfirmationen, Konzerte oder Lesungen. Wichtig wäre ein barrierefreier Zugang zur Kirche. „Lebendiges Wasser“, Backhaus und Grillplatz wurden ebenfalls angesprochen. Die Sichtbarkeit von der Straße aus wäre zu verbessern, ohne den geschützten Raum aufzugeben. „Wir wollen einen Trost- und Freudenort anlegen, der für alle Bürger offen ist“, so Judith Schäfer. Es ist geplant, Kinder und Jugendliche in die Erarbeitung mit einzubeziehen. Christina Stoffers erinnerte daran, dass nach Fertigstellung alles leicht zu pflegen und zu erhalten sein müsse. Erste Verschönerungsmaßnahmen sollen schon in diesem Jahr beginnen. So wird aus der zunächst geplanten Bank für einen gemütlichen Plausch bald eine größere Maßnahme.

Im Gottesdienst thematisierte Psalm 104 die Schönheit der Schöpfung und die Herrlichkeit der Werke Gottes. Die Gottesdienstbesucher beteten ihn gemeinsam. Dazwischen streute Judith Schäfer Verse von Mascha Kaléko ein. Die Dichterin beschrieb in dem Gedicht „Sozusagen grundlos vergnügt“ ihre positiven Gefühle, Freude über Naturschauspiele und Wunder, die das Leben beglücken. Die Evangeliumslesung aus dem zweiten Kapitel des Buches Mose erzählte von der Erschaffung der Menschheit und dem Garten Eden. Daran knüpfte Judith Schäfer in ihrer Predigt an. Ein Garten solle Spielraum, Schutzraum, Heimatraum und Lebensraum sein. So war es gedacht. Doch Misstrauen, Schuld, Hass und Neid gefährden das Idyll. Gottes Segen gebe Kraft und die Zuversicht, eines Tages in einen Garten mit saftigem Gras, Löwenzahn und Lavendel zurückzukehren. Das Choralvorspiel „Wie wohl ist mir o Freund der Seelen“ von Sigfrid Karg-Ehlert leitete zu den Fürbitten über. Darin kamen der Wunsch nach Frieden in diesen unruhigen Zeiten, Trauer und Sehnsucht nach einem sicheren Zufluchtsort zum Ausdruck.

Bildunterschrift: Auf einen schönen neuen Pfarrgarten freuen sich Pfarrerin Judith Schäfer, Pfarrer Reinhard Lohmeyer und Planerin Christina Stoffers (v.l.).     

„Zukunftsplan: Hoffnung“ ist Thema des Weltgebetstages 2022

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Am 12. Januar 2022 traf sich in der Christuskirche das ökumenische Vorbereitungsteam der Gottesdienste für den Weltgebetstag. Die weltweite Aktion wird in diesem Jahr am 4. März gefeiert. Sie ist die größte ökumenische Frauenbewegung im Zeichen der Liebe, des Friedens und der Versöhnung. Für das Titelbild, Liturgie, Gebete und Lieder kamen 33 Frauen aus England, Wales und Nordirland zusammen, um gemeinsam den Gottesdienstablauf und die Ländermaterialien zu entwickeln. Ihre unterschiedlichen Erfahrungen und Ansichten schildern sie so, dass jede Stimme gehört wird.

In dem Motto „Zukunftsplan: Hoffnung“ sehen sie für Menschen in aller Welt ein Zeichen für gelungenes Miteinander in einer friedlichen und gerechten Welt. Marita Enseling berichtete in der Einführung über die komplizierte Geschichte der drei Landesteile Großbritanniens, deren weitreichende Konflikte bis heute andauern. Eine Bildergalerie zeigte auf Fotos berühmte Sehenswürdigkeiten, Schlösser, Burgen, grüne Landschaften und schroffe Küsten.

Das Bild zum Weltgebetstag 2022 mit dem Titel “I Know the Plans I Have for You” stammt von der Künstlerin Angie Fox. Das Vorbereitungsteam mit Marita Enseling, Mechthild Fislage, Pfarrerin Claudia Raneberg, Pastoralreferentin i. R. Gabriele Hecker, Mechthild Wauch-Kubitscheck, Petra Thalmann, Pastoralreferentin Nicole Küdde und Brigitte Remke hatte den Altar geschmückt. Die anwesenden Gemeindemitglieder wurden mit einer Tüte „Weltgebetstag to go“ überrascht, in der neben dem Text der Liturgie landestypische Erzeugnisse und Rezepte steckten. Die musikalische Gestaltung des Treffens übernahm Gudrun Schwager, die mit den Teilnehmerinnen die Lieder einstudierte.

Thema des Gottesdienstes war die Verheißung Gottes von Freiheit, Vergebung, Gerechtigkeit und Gottes Frieden. Der Bibeltext „Ich werde euer Schicksal zum Guten wenden“ stammte aus dem 29. Kapitel des Buches Jeremia. Die Christinnen aus den drei Ländern des Vereinigten Königreichs wollen damit ausdrücken, dass sie an die Rettung der Welt glauben, auch wenn die Pandemie Angst und Unsicherheit verbreitet. Die Hoffnungstexte und Fürbitten erzählten von Gerechtigkeit, Nächstenliebe und Vergebung. In der Christuskirche leuchteten Kerzen der Hoffnung.  

Drei Schicksale von Frauen Schicksale berührten und ermunterten zu einem optimistischen Blick auf Auswege aus Lebenskrisen. Über die Gottesdienste informieren die Gemeinden auf ihren Webseiten und in der örtlichen Presse.

Bildunterschrift:                                                                                                                      

BST_7324 Ein ökumenisches Team hatte den Gottesdienst vorbereitet: (v.l.) Gudrun Schwager, Mechthild Fislage, Marita Enseling, Pfarrerin Claudia Raneberg, Gabriele Hecker, Petra Thalmann und Mechthild Wauch-Kubitscheck.

 

Stille Nacht – Andacht zum Heiligabend 2021

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In diesem Video spricht Pfr. Andreas Finke über die bekannten und auch nicht so bekannten Strophen des über 200 Jahre alten Liedes, welches an Heiligabend traditionell immer in der Ev. Matthäuskirche gesungen wird. Singt doch auch mit!

Wir wünschen Frohe Weihnachten!

Hier geht’s zum Video: https://youtu.be/sGREB_AXV_g

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Heiligabend in der Matthäuskirche

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Nachdem im letzten Jahr in allen evangelischen Kirchen Gottesdienste zum Heiligabend geplant worden waren, aber nicht stattfinden konnten, ist in diesem Jahr wieder etwas möglich. So finden in der Evangelischen Matthäusgemeinde drei Gottesdienste statt:

Auf dem Parkplatz vor der Matthäuskirche geht es um 15.30 Uhr mit einem Gottesdienst für Familien und Kinder los. Ein Bild zum Mitnehmen hilft während der Feiertage, sich auch zuhause an die Weihnachtsgeschichte zu erinnern.
Um 17.00 Uhr, ebenfalls unter freiem Himmel, wird mit einer Christvesper gefeiert, für die die Katechumenen ein kleines Krippenspiel vorbereitet haben.

Für die beiden Open Air-Gottesdienste gilt zu beachten, dass sie bei jedem Wetter draußen stattfinden und nur Stehplätze angeboten werden.

Um 23.00 Uhr findet in der Matthäuskirche eine ruhige Christmette statt. Traditionell bringen die Pfadfinderinnen und Pfadfinder des VCP hier das Friedenslicht aus Bethlehem. Die musikalische Gestaltung übernimmt die Gemeinde-Band Ella and the Gents.
Für diesen Gottesdienst gilt die 3G-Regel, die am Eingang kontrolliert wird, ebenso wie eine FFP2-Masken-Pflicht. Jede zweite Bank wird freibleiben, sodass nur die halbe Kirche besetzt wird.

Familiengottesdienst und Erntedank mit Lena Stubben

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Am 3. Oktober 2021 feierte Pfarrerin Lena Stubben in der sehr gut besuchten Christuskirche ihren ersten Gottesdienst mit der neuen Gemeinde. Sie hat am ersten September 2021 den Dienst im Pfarrbezirk 1 aufgenommen. „Ich freue mich sehr darüber, dass wir wieder zu zweit an der Christuskirche sind“, erklärte Pfarrer Reinhard Lohmeyer. Lena Stubben ist derzeit Pfarrerin im Probedienst. Bis zu ihrer möglichen Wählbarkeit in das neue Amt hat sie noch ein Jahr Zeit, in Ibbenbüren anzukommen, die Menschen kennenzulernen und eigene Akzente zu setzen. Kinder und Jugendliche liegen ihr sehr am Herzen. Sie will sich daher in besonders in der Konfirmandenarbeit engagieren. Sie freue sich auf viele gemeinsame Begegnungen und Gottesdienste, betonte sie.

Den ökumenischen Familiengottesdienst hatte die 32-Jährige gemeinsam mit dem Team des Evangelischen Stadtkindergartens und des Familiengottesdienstkreises I sowie der Gruppe „KonSenZ“ vorbereitet. Zu den vorhandenen schönen Dekorationen zum Erntedank brachten Kinder mit Mini-Treckern Gemüse und Obst in die Kirche. Dafür erhielten sie viel Beifall. Kirchenmusikdirektor Christian Schauerte begleitete die Gemeinde, die wegen der Einhaltung der 3-G-Regel wieder mitsingen durfte. In der Schriftlesung aus dem Markusevangelium und der Predigt waren die wundersame Brotvermehrung und die Dankbarkeit für die Gaben Gottes das Grundthema.

Die Pfarrerin, Mitarbeitende und Gottesdienstbesucher erzählten davon, wofür sie persönlich dankbar sind: Zeit für die Familie, Treffen mit Freunden, Schulbesuch oder Gesundheit. In den Fürbitten sprach Stubben darüber, dass Menschen die Herzen öffnen sollten für die Not in der Welt. Nach dem Gesang des Klassikers zum Erntedank „Wir pflügen und wir streuen den Samen auf das Land“ überreichte Antje Schmiedel der neuen Pfarrerin die traditionelle Christusrose.

Bildunterschrift: Pfarrer Reinhard Lohmeyer freut sich auf die Zusammenarbeit mit Lena Stubben.

Monika Altekrüger wechselt als Pfarrerin nach Lienen

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Pfarrerin Monika Altekrüger hatte sich für ihre Ansprache im Gottesdienst am Sonntag ein ganz besonderes Thema gewählt. In der gut besuchten Christuskirche verabschiedete sie sich aus dem Dienst in der evangelischen Kirchengemeinde Ibbenbüren mit dem „Schmetterlingsalphabet“ des norwegischen Fotografen Kjell Sandved. Ihm war es gelungen, alle Buchstaben des lateinischen Alphabets sowie die arabischen Ziffern von 1 bis 9 auf Falterflügeln zu entdecken und im Bild festzuhalten.

Monika Altekrüger buchstabierte sich durch ihre Zeit in Ibbenbüren. Die Aufgaben waren vielseitig und fordernd. „C“ wie Corona hat die Arbeit erschwert, aber nicht unmöglich gemacht. Nun folgt also das „Z“ wie Zukunft. Monika Altekrüger ist seit dem 1. September 2021 als Pfarrerin in Lienen tätig, mit der Option des Wechsels nach Ladbergen in einigen Monaten. „Ich bin halt eine Wanderpredigerin und ich glaube, da stehe ich in einer guten Tradition“, stellte sie fest.

Für die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes hatte Altekrüger „Hedwig‘s Theme“ von John Williams aus den Harry-Potter-Filmen gewählt. Kirchenmusikdirektor Christian Schauerte setzte es an Orgel und Klavier in einprägsame Klänge um. Eine Taube, die beim Eingangslied in den Kirchenraum geflogen war, fand am Ende wieder nach draußen. „Der Heilige Geist hatte so manches sehr schön arrangiert“, stellte Reinhard Lohmeyer fest.

Die Schriftlesung aus dem zweiten Korintherbrief und die Fürbitten trug Monika Alterüger vor. Reinhard Lohmeyer, Reinhard Kirbs für das Presbyterium, Antje Schmiedel für den Bezirksausschuss und Kerstin Runde für den Markus-Kindergarten Dörenthe. überbrachten Dankesbotschaften und Geschenke. Im Anschluss waren alle Gemeindemitglieder zu persönlichen Gesprächen auf die Südterrasse der Christuskirche eingeladen.

BST_6401 Pfarrerin Monika Altekrüger (2.v.l.) freute sich bei der Verabschiedung über den Dank von Pfarrer Reinhard Lohmeyer, Reinhard Kirbs, Antje Schmiedel und Kerstin Runde (v.l.).

Barmherzigkeit ist tätige Nächstenliebe

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Ausgehend von der Jahreslosung der evangelischen Kirche „Jesus Christus spricht: Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!“ aus dem Lukasevangelium gestalteten Monika und Friedrich Altekrüger am 08. August den fünften Sommergottesdienst der evangelischen Kirchengemeinde in diesem Jahr. Die Pfarrerin erklärte die Herkunft des heutzutage eher selten gebrauchten Wortes „Barmherzigkeit“, das in der Bibel nur auf Gott bezogen ist. Es beschreibe tätige Nächstenliebe und sei mehr als das bloße Gefühl des Mitleids.

 

Unter dem Diakoniekreuz, das die Front des ehemaligen von-Bodelschwingh-Krankenhauses schmückt, verwiesen die Pfarrer auf die barmherzigen Taten Jesus‘, von denen in Gleichnissen der Bibel berichtet wird. Eine Zeichnung von Nina Dulleck zeigt unter Bezug auf die Jahreslosung ein kleines Mädchen, das freudestrahlend „Papa ich hab dich lieb“ auf sein Auto geschrieben hat – mit einem Stein. „Schön wäre es, wenn der Vater sagen würde: ‚Ich hab dich auch lieb‘ und seine Tochter in den Arm nähme“, so Monika Altekrüger. Kirchenmusikdirektor Christian Schauerte gestaltete den musikalischen Rahmen des Gottesdienstes. Die Fürbitten richteten sich an Menschen, die Gottes Beistand benötigen, an Arme und Beladene. Der letzte Sommergottesdienst findet am 15. August um 10.30 Uhr mit Pfarrerin Andrea Klausmann in der Christuskirche statt.

Text und Foto: Brigitte Striehn/IVZ

 

Gottesdienst im Botanischen Garten Loismann in Dörenthe

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„Die Natur – und damit auch wir – sind dem Werden und Vergehen unterworfen“, stellte Pfarrer Reinhard Lohmeyer am Sonntag im ersten SommerFerienGottesdienst des Jahres 2021 fest. Umgeben von einer Fülle seltener Pflanzen, von Bäumen, die ihre Äste weit in den Himmel recken und einem Grün, das die Blüten auf der Wiese und in den Beeten besonders erstrahlen lässt, nahmen über 200 Besucher im Botanischen Garten Loismann in Dörenthe Platz und genossen die malerische Atmosphäre. Reinhard Lohmeyer stellte der Zeremonie Worte aus der Bergpredigt (Matthäusevangelium 6 bis 33) voran, um die Schönheit, aber auch die Vergänglichkeit der Natur zu beschreiben. „Die ersten Farben des Frühlings und der Sommer mit Blumen in überquellendem Reichtum entzücken Herz und Seele“, sagte er.

Blumen waren auch Thema der Geschichten von Mitgliedern des Vorbereitungsteams. Ulrike Käsekamp las das Gedicht „Sommerwind“ von Anita Menger vor, Elke Diekmann dachte über Dahlien nach. „Lavendel ist die herrlichste Sommerblume mit einem betörenden Duft“, erzählte Jutta Bitter. Bei Waltraud Rehkopf stand eine 50 Jahre alte Hortensie vor dem Elternhaus, die als Kulisse für Fotos mehrerer Generationen diente. Eine cremefarbene Rose ist die Lieblingsblume von Petra Schulz. Reinhard Lohmeyer hatte rote und weiße Rosen mitgebracht, die er gern in der Kirche und an seine Frau verschenkt.  Die Menschen sollten ihr im Reich Gottes angelegtes Programm erfüllen: Einfach und selbstverständlich lieben, predigte er. In den Fürbitten nahm er noch einmal auf die Corona-Pandemie Bezug. Er bat darum, die positiven Erfahrungen aus dieser Zeit zu erhalten sowie um Vertrauen und einen neuen Anfang. Beim Gesang wurde die Gemeinde vom Posaunenchor des Kirchenkreises Tecklenburg unter Leitung von Ursula-Maria Busch begleitet.

Die sommerliche Natur hatten sich auch Isabell und Andrej Gaus für die Taufe ihres Sohnes Evin (5 Monate alt) gewählt. Am blumengeschmückten Taufstein wurde er in die christliche Gemeinschaft aufgenommen und mit guten Wünschen bedacht. Stellvertretend für das Taufkind sprach die Gemeinde das Glaubensbekenntnis. „Es werden wieder mehr Taufen gefeiert“, freute sich der Pfarrer. Der wunderschöne Gottesdienst schenkte den Besuchern Glück und Kraft. Die Kollekte war für den Erhalt des Botanischen Gartens sowie für die „Werkstatt Bibel“ der Landeskirche bestimmt. Marianne Niemann informierte anschließend die Besucher über das Naturparadies am Rande der Stadt.

Bildunterschrift: Gemeinsam mit Pfarrer Reinhard Lohmeyer gestalteten Petra Schulz, Ulrike Käsekamp, Waltraud Rehkopf, Elke Diekmann und Jutta Bitter (v.l.) den Gottesdienst im Botanischen Garten.

Besondere Ehrung für jahrzehntelangen Dienst am Nächsten

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Am 13. Juni 2021 wurde Dieter Georg, dem ehemaligen Geschäftsführer des von Bodelschwingh-Krankenhauses, der Ökumenischen Krankenhausgesellschaft und der Klinikum Ibbenbüren gGmbH, in Anerkennung seines jahrzehntelangen diakonischen Wirkens das Kronenkreuz der Diakonie in Gold überreicht. Pfarrer Jürgen Nass, Theologischer Vorstand des Diakonischen Werkes Tecklenburg, würdigte ihn im Gottesdienst der Christuskirche als überaus engagiert, innovativ und den Menschen zugewandt. Vor 42 Jahren war Dieter Georg in den Dienst der Diakonie getreten und hat im Laufe seines Berufslebens die Entwicklung der Ibbenbürener Krankenhauslandschaft entscheidend mitgestaltet und vorangetrieben.

Als Verwaltungsleiter des von Bodelschwingh-Krankenhauses, Geschäftsführer der von Bodelschwingh-Krankenhaus gGmbH, der Krankenpflegeschule, der von Bodelschwingh diakonische Einrichtungen gGmbH oder der zwei Tagespflegen in Ibbenbüren und Laggenbeck hatte er eine Fülle von Aufgaben zu bewältigen. 1977 erfolgte die Fusion der beiden Krankenhäuser unter dem Spitzenverband der Diakonie zur Klinikum Ibbenbüren gGmbH. Dieter Georg wurde 2004 zum alleinigen Geschäftsführer ernannt. Zahlreiche Baumaßnahmen, Umstrukturierungen und Zertifizierungen waren insbesondere nach 2009, als das Klinikum in die Stiftung Mathias Spital Rheine eingebracht wurde, tägliche Herausforderung.

Im Gottesdienst verabschiedete Reinhard Lohmeyer zudem Elke Stalljohann aus dem Presbyterium. Durch ihren Einsatz mit den Schwerpunkten Seniorenarbeit und multikulturelle Begegnungen, habe sie seit 2016 mit hohem Engagement Verantwortung für die Leitung der Gemeinde übernommen, betonte der Pfarrer. In seiner Predigt plädierte er unter Bezug auf die Lesung dafür, die Kirche als Festsaal zu begreifen, in den alle Menschen eingeladen sind. Das Gleichnis aus dem 14. Kapitel des Lukasevangeliums richte den Blick weg vom eigenen Weg auf die Weite der Welt Gottes, so Reinhard Lohmeyer.

Auch die Christuskirche sei ein Festsaal, ein Ort, an dem Gottes Liebe wirkt. „Nach Corona braucht Kirche einen neuen Aufbruch in ein aufsuchendes Gemeindeleben!“, rief er zu Gastfreundschaft über Zäune hinweg und noch offeneren Formen des Miteinander-Feierns auf. Den musikalischen Rahmen des Gottesdienstes gestaltete KMD Christian Schauerte am Piano und mit Gesang. Die Kollekte war für die Diakonie in Deutschland sowie die Stiftung „Evangelische Kirche in Ibbenbüren“ bestimmt.

Bildunterschrift: Pfarrer Jürgen Nass, Theologischer Vorstand des Diakonischen Werkes Tecklenburg (re.) ehrte Dieter Georg (2.v.l.) mit dem Goldenen Kronenkreuz der Diakonie. Pfarrer Reinhard Lohmeyer (li.) verabschiedete Elke Stalljohann (4.v.l.) aus dem Presbyterium und überreichte Hildegard Georg eine Christusrose.