Das ist cool! – Lukaskindergarten und Stiftung erfolgreich

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Die kalte und die warme Theke sind da! Das Mittagsbuffett im Lukaskindergarten kann starten. Die Stiftung Ev. Kirche hatte zu Spenden aufgerufen. Jede private Spende wird verdoppelt bis zu einer maximalen Summe von 5.000€. Und es kamen tatsächlich 5.080 € an privaten Spenden zusammen! Das ist ein toller Erfolg. Danke allen Stiftern vom Dickenberg und aus den übrigen Stadtgebiet! –

Die Kinder im Kindergarten freut es sehr. Leiterin Kirsten Schweegmann kann jetzt gemeinsam mit dem Team und den Kindern  das innovative Konzept der Essensausgabe vollständig umsetzen. Und Pfarrer Reinhard Lohmeyer zeigt sich als Vorsitzender der Ev. Stiftung sehr zufrieden, dass die Grundidee zündete und der erste der sieben evangelischen Tageseinrichtungen die starke Förderung durch die Stiftung genießen kann. Die weiteren sechs evangelischen Einrichtungen in Ibbenbüren können jetzt mit großer Zuversicht folgen. Sobald Corona es zulässt, soll mit allen Spendern ein kleines Dankeschön-Fest im Lukaskindergarten gefeiert werden. 

Johanneskirche wieder offen

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Die Laggenbecker Presbyterinnen Doris Brzoska und Tanja Krömer laden herzlich ein zum ersten Sonntagsgottesdienst nach dem Lockdown am Sonntag, 13. September, um 10.15 Uhr in der Johanneskirche.

In Zukunft soll an jedem 2. und 4. Sonntag im Monat ein Gottesdienst in der Johanneskirche gefeiert werden. Das lässt sich gut merken. – 

Die Corona-Schutzmaßnahmen sind einfach zu befolgen:
Im Eingang werden die Kontaktdaten dokumentiert. Man bekommt eine Ziffer und hat freie Platzwahl. Die Ziffer wird am Ende des Gottesdienstes auf dem Platz liegen gelassen und fotografiert.
So kann, sollte es notwendig werden, die Sitzordnung nachverfolgt werden.

Wer sich im Kirchraum bewegt, legt den Mund-Nasen-Schutz an. Sobald der Platz eingenommen ist, kann er abgenommen werden. Jeder kann selbst für genügend Abstand sorgen. Trauen Sie sich. Es wird schön werden.  

Auch die Markus-Gemeinde in Dörenthe wird an jedem 2. Sonntag im Monat um 9.00 Uhr wieder Gottesdienste in der Markuskirche feiern können. Start auch hier am 13. September. Es gelten dieselben Regeln wie in der Christus- und der Johannes- und der Lukaskirche.

Lukas und Matthäus feiern übrigens jeden 1. und 3. Sonntag um 9 Uhr bzw. 10.15 Uhr ihre Gottesdienste.

Und: Es sind nur noch 7 Wochen bis Pfarrerin Judith Schäfer ihren Dienst im 3. Pfarrbezirk aufnehmen wird!

Bis dahin wird Pfarrer Reinhard Lohmeyer weiter die vakante Pfarrstelle verwalten. Am Samstag, 12.9., wird mit ihm der erste Taufgottesdienst in Johannes gefeiert. 

 

Sonntag erster Gottesdienst in der Markuskirche

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Am Sonntag, 13.09., wird um 9 Uhr herzlich in den Gottesdienst in der Markuskirche in Dörenthe eingeladen. In Zukunft soll an jedem 2. Sonntag im Monat ein Gottesdienst in der Markuskirche gefeiert werden. Sollte in Zukunft der Markuskindergarten beteiligt sein, wird die Uhrzeit auf 10.15 Uhr gelegt werden. Die Presbyter Sandra Hövelmeyer und Karl-Heinz Käsekamp sowie Pfarrer Reinhard Lohmeyer laden herzlich ein! 

Die Coronamaßnahmen sind leicht zu befolgen:
Im Eingang werden die Kontaktdaten dokumentiert. Man bekommt eine Ziffer und hat frei Platzwahl. Die Ziffern wird am Ende des Gottesdienstes auf dem Platz liegen gelassen und fotografiert. So kann, sollte es notwendig werden, die Sitzordnung nachverfolgt werden.

Wer sich im Kirchraum bewegt, legt den Mund-Nasen-Schutz an. Sobald der Platz eingenommen ist, kann er abgenommen werden. Jeder kann selbst für genügend Abstand sorgen. Trauen Sie sich. Es wird schön werden.  

Auch die Johannes-Gemeinde in Laggenbeck wird an jedem 2. und 4. Sonntag im Monat um 10.15 Uhr wieder Gottesdienste in der Johanneskirche feiern können. Es gelten dieselben Regeln wie in der Christus- und der Markus- und der Lukaskirche. 

Lukas und Matthäus feiern übrigens jeden 1. und 3. Sonntag um 9 Uhr bzw. 10.15 Uhr ihre Gottesdienste.

 

Karin Wahlbrink-Schmitz steht für: Junge Gemeinde!

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Am Sonntag, 6. September, werden die ausscheidenden Presbyter Karin Wahlbrink Schmitz, Heinz Freese und Bernjo Franssen im Gottesdienst um 10.15 Uhr in der Christuskirche verabschiedet. 

Karin Wahlbrink-Schmitz blickt auf eine ereignisreiche und aufregende Zeit zurück. Als Mitarbeiterin in der Eltern-Kind-Arbeit in der Alten Schule hatte die junge Mutter seit Mitte der 90er Jahre einen neuen Einstieg in das Leben der Christus-Gemeinde gefunden. Die ehemalige Pfadfinderin im VCP des Matthäusbezirks hat sich dann im Presbyteramt seit 2000 sehr für die Belange junger Familien eingesetzt, war lange Jahre engagiert im Arbeitskreis Stadtkindergarten tätig, hat das Marktcafé im Café Zeit in der Alten Schule initiert, hat einen lebendigen Kreis junger Frauen mit Namen „Punkt.Acht“ ins Leben gerufen, – dazu gehört auch eine sehr beliebte Frauenfreizeit auf Wangerooge -, sich für die Flüchtlingsarbeit stark gemacht und in der Diakonie sich engagiert, um nur einiges zu nennen. –

Bei etlichen Pfarrwahlen und großen Entscheidungen wie z.B. den Verkauf des von Bodelschwingh-Krankenhauses, der Gründung der Stiftung „Evangelische Kirche in Ibbenbüren“ und der mutigen Neugestaltung der Christuskirche, hat sie beherzt und klar Verantwortung für die Zukunft dieser Gemeinde übernommen.

Sie hat auf vielfältige Weise großen Anteil daran, dass die Christus-Gemeinde eine moderne, für die Gegenwart aufgeschlossene und zukunftsfähige Gemeinde geworden ist.

Vor wenigen Jahren hatte sie noch die Freude, als Synodale im Kirchenkreis auch auf der Landessynode der westfälischen Kirche dabei zu sein und tiefe Einblicke in die Strukturen und das Leben der Ev. Kirche von Westfalen gewinnen zu können.

Danke, Karin Wahlbrink-Schmitz, für das engagierte Mitwirken an vielen Orten und bei vielen Gemeindeprojekten. 

Gemeinde outdoor

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Der Aktivmännerkreis hat während der Coronazeit gar nicht geruht. Man traf sich zum Fahrradfahren bei Werner Brökmann, zur Whiskyprobe auf der Terrasse des Pfarrhauses von Pfarrer Lohmeyer und jetzt zum Wandern auf dem wunderschönen Drei-Täler-Weg nach Mettingen, wo es bei Helmut Rau zum Abschluss zu Bratwurst und Bier viel zu erzählen und zu lachen gab. Gemeinde geht auch outdoor. Die Männer freuen sich schon jetzt auf die nächsten Arbeitseinsätze auf Wangerooge, wo sie jedes Jahr im Frühjahr mit mehreren anderen Teams an der Sanierung des Haus Ibbenbüren arbeiten. 

Christuskirche: Abschied und Begrüßung Presbyter/innen

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Am Sonntag, 6.9.2020, werden um 10.15 Uhr im Gottesdienst in der Christuskirche Heinz Freese, Karin Wahlbrink-Schmitz und Bernjo Franssen als verdiente Presbyter aus ihrem Amt verabschiedet.

Heinz Freese (Foto oben) war zudem 24 seiner insgesamt 40 Jahre in besonderer Weise als Kirchmeister für Bauten und Liegenschaften in der Kirchengemeinde tätig: Wichernhaus, blick.punkt, Kirchenrenovierung, Turmsanierung… Die Anzahl der Projekte, die Heinz Freese betreut hat, sind kaum vollständig zu benennen. Als Kirchmeister hat er die Geschicke der Kirchengemeinde im Geschäftsführenden Ausschuss und für etliche Jahre auch als Vorsitzender des Bezirksausschuss maßgeblich mitgeprägt. 

Karin Wahlbrink-Schmitz (Foto unten) hat sich in ihren 20 Dienst-Jahren sehr stark für die Belange junger Familien eingesetzt. Der Kreis junger Frauen  „Punkt.Acht“ verdankt sich ihrer Initiative. In den 90er Jahren hatte sie das Marktcafé im „Café Zeit“ in der Alten Schule gegründet, das bis heute am Freitagmorgen jungen Eltern mit kleinen Kindern die Möglichkeit verschafft, sich zu treffen und ins Gespräch zu kommen. Auch die Flüchtlingshilfe und die Diakonie lagen ihr am Herzen.

Bernjo Franssen (Foto unten) hat in seinen drei Presbyterjahren als Architekt vielfältige fachliche Unterstützung geben können und etliche Renovierungen und Sanierungen vor allem im Bereich des Gemeindehauses blick.punkt, des Kirchplatzes und bei der Turmsanierung begleitet. –

Im Gottesdienst werden zugleich die neuen Presbyter Cathrin Bernroth, Mareike Linnemann, Kerstin Runde und Jörn Winter als Mitglieder in den Leitungsgremien der Kirchengemeinde und der Christus-Gemeinde begrüsst. Schließlich wird Annette Christoph aus ihrem Dienst als Gemeindesekretärin verabschiedet und Andrea Breulmann mit Cornelia Praetorius als neue Gemeindesekretärinnen der Gemeinde vorgestellt. Herzliche Einladung. 

Die ausscheidenden Presbyter:
Karin Wahlbrink-Schmitz und Bernjo Franssen. 

 

Die neuen Presbyter/innen:
Cathrin Bernroth, Mareike Linnemann, Kerstin Runde und Jörn Winter

 

 

Stadtkindergarten – Monika Schröer im Ruhestand

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2017 konnte Monika Schröer (vorne links), Leiterin des Ev. Stadtkindergartens das 25jährige Dienstjubiläum gemeinsam mit Pfarrer Reinhard Lohmeyer groß feiern. Gesundheitliche Gründe zwangen sie dann zum Rückzug. Am letzten Tag ihres offiziellen Dienstes am 31. August wurde Monika Schröer aber noch einmal zu einem Abschiedskaffeetrinken in fröhlicher Runde eingeladen. – Reinhard Lohmeyer überbrachte im Namen der Christus-Gemeinde ein ganz besonderes Geschenk aus der Christuskirche. Fachberaterin Carla Zachey vom Ev. Kindergartenverbund richtete ihr mit einen farbenprächtigen Sommerstrauß beste Wünsche aus dem Kirchenkreis aus. Und das Team bedankte sich auf ihre Weise für die vielen schönen gemeinsamen Jahre. Monika Schröer beschenkte ihre Erzieherinnen zum Abschluss noch einmal mit einer liebevollen Aufmerksamkeit. 2018 ist Tatjana Hefel (vorne rechts) aus dem Team heraus zur kommissarischen Leiterin des Stadtkindergartens gewählt worden. Seit 2019 ist sie ordentliche Leiterin in der mit 121 Jahren ältesten Einrichtung dieser Art in Ibbenbüren.   

 

Pfaffenhütchen, Mammutmarsch und Götterbaum

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Ökumenische Wanderung in Dörenthe – 

Bei bestem Wanderwetter trafen sich 25 Menschen aus der St. Modestus- und der Markusgemeinde Dörenthe zur 1. Ökumenischen Wanderung. Nach einer launigen Begrüßung durch die Pfarrer Martin Weber und Reinhard Lohmeyer ging es in den Botanischen Garten, wo die Gruppe eine sachkundige Führung von Marianne Niemann genießen durfte. Über den Kulturspeicher ging es durch das Dörenther „Wäldchen“ zur Markuskirche. An verschiedenen Stationen gab es schöne und anregende Impulse zum Nachdenken über Nachhaltiges Leben. Sandra Hövelmeyer, Sylvia und Richard Schulte und Manuela Brockmeyer hatten sehr schöne Texte ausgesucht, für entspannende Momente der Stille gesorgt und organisatorisch alles im Griff. Unterwegs gab es gute Gespräche in wechselnden Konstellationen und am Ende Kaffee und lecker Kuchen im Modestus-Pfarrgarten. Ökumenisches Miteinander leicht und sympathisch und selbstverständlich. Gerne nächstes Jahr wieder.

Pfaffenhütchen

Götterbaum 

Stille am Seerosenteich

Sophie Jörgens erzählt vom Diakonischen Jahr in Südafrika

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Sophie Jörgens erzählt im Gottesdienst am Sonntag 14. Juni um 10.15h in der Christuskirche von ihren Erfahrungen in den südafrikanischen Kirchengemeinden und von ihren Erfahrungen während des Diakonischen Jahres beim Aidswaisenprojekt Siyabonga.
Herzliche Einladung!

Hier ihr Spontanbericht von der Rückreise aus dem aktuellen Gemeindebrief Nr. 179 Juni 2020:

Corona Chaos-This is it!

Sanibonani,
zunächst einmal hoffe ich, dass alle gesund und wohlauf sind! Jeden von uns trifft diese Krise anders und ich hoffe, dass es euch alle nicht zu stark trifft. Für mich bedeutet der Ausbruch der Corona-Pandemie den Abbruch meines Auslandsjahres. Ein frühzeitiges Ende meines Traums.

Wenn man die Nachrichten der letzten Wochen verfolgt hat, hätte man vielleicht schon eine gewisse Vorahnung haben können, aber für mich kam dieses vorzeitige Ende sehr überraschend. In Südafrika waren zu dem Zeitpunkt kaum Fälle bekannt und das Leben ging noch seinen gewöhnten Gang. Umso schockierender die Nachricht, dass die Empfehlung des BMZ, alle Auslandsfreiwilligendienstleistenden nach Deutschland zu holen, zu einer Anordnung wurde. Der Hauptgrund dafür ist weniger das Virus selbst, wir jungen Leute sind ja im Schnitt eh nicht so stark davon betroffen wie andere Bevölkerungsgruppen, sondern vielmehr die Gewährleistung von Sicherheit sowie die Ungewissheit, inwieweit das Gesundheitssystem in den jeweiligen Einsatzländern der Situation standhalten und die generelle Versorgungslage gesichert werden kann.

Um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen war unser Abflug bereits für den nächsten Tag angesetzt. Abschied nehmen, packen und die gesamte Wohnung leerräumen in unter 24 Stunden – emotionaler Ausnahmezustand. Und die Achterbahnfahrt der Gefühle ging noch 3 Wochen so weiter. Nachdem wir für unseren ersten Flug keine Tickets mehr bekommen konnten, ging in den kommenden Tagen auf einmal alles ganz schnell. In Südafrika wurde die Lage ernster. Zunächst hatten wir bei Siyabonga nur beschlossen, dass wir das Programm streichen, sodass die Kinder nach der Schule noch zum Essen in die Center kommen können, aber danach direkt nach Hause gehen. Ein paar Tage später kam dann allerdings Ramaphosas Rede, welche die Maßnahmen im Kampf gegen Corona deutlich verschärfte, wodurch wir gezwungen waren die Center zu schließen. Wir haben Essenspakete für unsere Kinder vorbereitet, mit welchen sie die 3-wöchige Lockdown-Phase gut überstehen sollen. Südafrika ist binnen weniger Tage zu einem der Länder mit den striktesten Maßnahmen geworden. Kaum ein anderes Land hat einen kompletten Lockdown (also das Runterfahren) durchgezogen. Für uns und alle Südafrikaner bedeutete Ramaphosas Entscheidung, dass wir nur noch zum Einkaufen aus dem Haus durften. Und es bedeutete eben auch, dass der ohnehin schon stark reduzierte Flugverkehr komplett eingestellt wurde, wodurch uns die Ausreise nun endgültig unmöglich wurde.

Zwar bin ich froh in dieser Zeit bei meiner Familie sein zu können, aber dennoch wurden wir alle hart von dieser Entscheidung getroffen, hatten wir uns doch jetzt so richtig hier eingelebt, tolle Freundschaften geschlossen, Pläne für das nächste halbe Jahr geschmiedet, unseren Platz auf der Arbeit gefunden… Das Bedrückendste für mich ist jedoch, dass wir unsere letzte Zeit hier im Lockdown verbringen mussten. Wir konnten uns also nicht von unseren Freunden und Arbeitskollegen verabschieden, nicht noch einmal all die schönen Orte hier in KZN besuchen, unsere Arbeit in welcher Weise auch immer zu Ende führen. Es war uns nicht möglich, die Zeit, die wir hier verbracht haben, zu einem Abschluss zu bringen, da wir in unserer Wohnung mehr oder weniger eingesperrt waren.

Mit der vielen neugewonnen freien Zeit mache ich mir auch viele Gedanken um all jene Menschen, die ich in Südafrika und dem Projekt kennenlernen und mit denen ich arbeiten durfte. Viele Leute dort leiden besonders jetzt noch viel mehr unter Mängeln wie Wasserknappheit, kein Strom, wenig Essen.

Wie wird es jetzt für mich weitergehen? Ich werde den Kontakt halten und mit Sicherheit nicht zum letzten Mal dort gewesen sein. Und wer weiß, vielleicht geschieht ja noch ein Wunder und ich kann meinen Dienst wieder aufnehmen. Trotz dieses abrupten Endes bin ich unglaublich dankbar für meine Zeit in Südafrika. Ich bin dankbar, dieses wunderschöne Land und seine herzliche, gastfreundliche Kultur kennengelernt haben zu dürfen. Dankbar für all die Freundschaften und Kontakte, die ich knüpfen durfte, dass ich von meinen Kolleg*innen so offen empfangen wurde und dass ich auf 7 spannende, wunderschöne Monate zurückblicken darf. Ich bedanke mich auch bei euch allen für eure (finanzielle) Unterstützung und euere lieben Nachrichten. Ich habe mich immer sehr gefreut.

 

Welch ein Tag! – Ein ganz besonderer Abschied von Pfarrerin Irmtraud Rickert

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Wie kann die Verabschiedung eines Pfarrers in Corona-Zeiten ablaufen? Nicht wie gewohnt, soviel steht fest. Aber immerhin ist sie grundsätzlich wieder möglich, wie am 7. Juni in der Ibbenbürener Christuskirche anlässlich der „Entpflichtung“, wie die Verabschiedung aus dem offiziellen Dienst korrekt heißt, von Pfarrerin Irmtraud Rickert zeigte.

Eigentlich hätte dieser ganz besondere Tag ja in der Johanneskirche in Ibbenbüren-Laggenbeck gefeiert werden sollen, doch dort geht zur Zeit nichts: Kein zweiter Kirchenzugang, und die Kirche selbst viel zu klein. Schade für den Großteil der Gemeinde, die an diesem Tag außen vor blieb: Nur knapp 90 Besucher – darunter viele Kollegen, Presbyter, Wegbegleiter, Freunde und Familie – konnten beim Gottesdienst, der von Pfarrer Reinhard Lohmeyer gemeinsam mit dem Superintendenten Ost und Pfarrerin Irmtraud Rickert mit dem Leitmotiv „Segen“ gestaltet wurde, mit dabei sein. Andererseits: Die Christuskirche ist die Kirche, mit der die Ibbenbürener Dienstzeit für Irmtraud Rickert begann. Nach Kindheit und Jugend – zum Teil in Ibbenbüren verbracht –, Studium, Vikariat und ersten Pfarrstellen an diversen Orten im Münsterland kam Irmtraud Rickert vor 29 Jahren zurück nach Ibbenbüren, als Krankenhausseelsorgerin, und die Amtseinführung fand damals in der Christuskirche statt. Auch wohnt Irmtraud Rickert mittlerweile zusammen mit ihrem Mann Robert Rickert seit rund einem Jahr im Einzugsgebiet der Christuskirche.

In der Krankenhausseelsorge blieb Irmtraud Rickert damals drei Jahre, keine leichte Zeit, wie sie sich erinnert, dann ging es für 13 Jahre in den Paulusbezirk Langewiese sowie den Markusbezirk Dörenthe, wo Rickerts maßgeblich am Aufbau der Rabatz-Theaterwerkstatt sowie an der Entstehung des „Kulturspeichers Dörenthe“ mitwirkten. Durch die Umstrukturierung der Evangelischen Kirchengemeinde Ibbenbüren wurde 2007 ein erneuter Wechsel nötig; der Abschied aus Dörenthe fiel Irmtraud Rickert nicht leicht, doch lebte sie sich zusammen mit ihrer Familie schon bald am neuen Wirkungsort Laggenbeck ein.

Nun ist Schluss mit den dienstlichen Verpflichtungen, obwohl Irmtraud Rickert, so stellte es Superintendent Ost anhand seiner Unterlagen fest, eigentlich noch drei Jahre hätte weitermachen können. „Es wird ein bisschen dauern, bis diese neue Rolle gefunden ist“, meint Ost, doch: „An Aufgaben wird es nicht mangeln.“ So werde sich jemand, dem Gottesdienste eine „Herzensangelegenheit“ sind und der sich durch diverse Fort- und Ausbildungen (eine davon läuft noch) stets auf neue Wege begeben habe, bestimmt auch weiter in irgendeiner Form einbringen, glaubt Ost. 

Irmtraud Rickert verabschiedete sich an diesem Tag mit einer sehr emotionalen und persönlichen Predigt, die auch Bezug nahm auf die aktuelle Situation und ihre besonderen Anforderungen: „Das Gesicht ist das, woran wir einen Menschen am ehesten erkennen. Darum ist das mit den Masken auch ein bisschen schwierig.“ Aber: Wir müssen und wir können lernen, (wieder) mehr in den Augen zu lesen.

Es folgten Entpflichtung und Auszug aus der Kirche, schnelle Gratulationen und Abschiedsworte sowie Geschenkübergaben auf dem Südplatz der Christuskirche und dann – so dachte bis dahin Irmtraud Rickert – sei alles erledigt. Doch weit gefehlt: Heimlich war nach der Idee von Sabine Teske-Lohmeyer und Reinhard Lohmeyer mit vielen Weggefährten aus allen Wirkungsstätten von Irmtraud Rickert ein ganztägiges Programm auf die Beine gestellt worden: mit dem Cabrio, vom „Chauffeur“ Walter Bergschneider gesteuert, zum Klinikum mit KollegInnen aus der Krankenhausseelsorge, zum Pfarrkollegenkreis in Lohmeyers Garten – auch ihr ehemaliger Vikar Tim Wendorff war aus Höxter gekommen -, zum Pauluszentrum mit dem Rabatztheater, zur Ludwigkirche mit den katholischen Kollegen, zum Kulturspeicher mit vielen Dörenther Gemeindegliedern und Vorstandsmitgliedern, die von Ulrike und Karl-Heinz Käsekamp zusammengebracht wurden – hier gab es lecker Kaffee und Kuchen -, und weiter mit der Kutsche, die von „Gordon“ – dem Pferd, das Irmtraud Rickert einst gehörte -, gezogen und von Anna und Hanni Schmiemann durch den Ort zur Markuskirche, zum Markuskindergarten und zum Pfarrhaus gesteuert wurde, in dem die Rickerts 13 Jahre lang gewohnt hatten. An allen Stationen gab es kleine Aktionen, Getränke, Geschenke und berührende Abschiedsworte.

Allein in Laggenbeck gab es am Ende 20 Anlaufstellen: Familienfreizeit Wangerooge, Lebendiger Adventskalender, Chor „InTakt“, Johanneskindergarten, Konfi-Teamer u.a. mit Luftballongrüßen an der Straße, Seniorenkreis und Kinderkirche, Ökumenische Begleiter, Küster, Café International, Patchworkgruppe, der Gruppe „Zeit zum Atemholen“, Posaunenchor und natürlich auch die Presbyter Doris Brzoska, Tanja Krömer, Ulrike Harte und Michael Kimmel, die den Laggenbecker Teil verantwortet haben, wollten sich verabschieden. Sie überreichten der scheidenden Pfarrerin eine Sonderausgabe des „kiek rin“, die 13 sehr schöne Jahre bündelt. 

So manche Träne wurde im Laufe des Tages vergossen, aber letztlich ist Pfarrerin Irmtraud Rickert ja nicht weit weg: Sicher wird der Eine oder Andere ihr in den kommenden Wochen, Monaten, Jahren ganz zufällig über den Weg laufen, denn zu Hause stillsitzen, das ist auch im Ruhestand bestimmt nicht Irmtraud Rickerts Ding.                     
Claudia Ludewig/Reinhard Lohmeyer