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Gras wächst nicht schneller dadurch, dass man dran zieht.

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Mit 170 Menschen richtig gut besucht war der Gottesdienst mit dem Team und den Kindern des Stadtkindergartens. Die Kinder führten ein kleines Stück auf über das Wachsen und Großwerden. Dazu wurde mit Christian Schauerte das Lied „Alles muss klein beginnen „gerieben, geschnipst, geklatscht und gestampft“. Pfarrer Reinhard Lohmeyer erinnerte mithilfe von afrikanischen Sprichwörtern und Bibelworten daran, dass wir darauf vertrauen können, dass die Kinder Gottes Liebe und die Energie zum Leben in sich tragen. Gott fängt seine Sache im Kleinen an. Der ständige Vergleich mit Anderen und der Leistungsdruck, der daraus entstehen kann, ist dem Wachsen der Kinder nicht immer förderlich. Kinder werden dann schnell zu „Mängelwesen“, an denen ständig was fehlt und gemacht werden muss. Auch der Vergleich mit Tabellen führt zur Erfahrung, dass man irgendwie nicht richtig ist in der Welt. – Aber auch das Gegenteil, die übermäßige Behütung so genannter Helikoptereltern, hemmt das freie Wachsen. Überbehütete Kinder trauen sich am Ende nichts mehr selbst zu. – Wichtig sei: Bedingungslose Liebe schenken. Anregende Welten eröffnen. Vertrauen. Loslassen. Selbst Erfahrungen machen lassen. Besondere Wachstumsschübe werden gerade in Krisen und Erfahrungen des Scheiterns möglich. – Darum: Gott in uns groß werden lassen, einfach vertrauen und wachsen lassen, das stärkt das Selbstvertrauen. Wie stark und würdevoll Kinder sein können, machte das Kinderabendmahl deutlich: Die Kinder gingen mit Brot und Kelch in die Reihen und verteilten in Begleitung je einer Erzieherin die Gaben in die Gemeinde: Mit Würde und einem Strahlen auf dem Gesicht, das einen umhaut. So macht Kirche Spaß.